Marisa Zadotti ist seit 2022 der digitale Kopf bei Agentur WiNK und Mitinhaberin. Sie verantwortet sämtliche digitale Projekte und sorgt intern für reibungslose Abläufe. Ihre Begeisterung für Food‑Themen verbindet sie mit einem tiefen Verständnis für digitale Markenkommunikation und innovatives Webdesign.

Was begeistert dich am Thema Food und Ernährung – besonders im digitalen Kontext?

Mich fasziniert, wie stark die Digitalisierung unsere Beziehung zu Lebensmitteln verändert hat. Heute entdecken wir Rezepte aus aller Welt, lernen spielerisch Neues über Ernährung und begegnen innovativen Food-Produkten, die es früher nie gab.

Digitales Storytelling eröffnet neue Perspektiven: Wir tauchen ein in die Herkunft, Produktionsweise und Philosophie von Lebensmitteln – und schauen dabei weit über den Tellerrand hinaus. Natürlich bin ich selbst tief in meiner Food-Bubble unterwegs. Aber genau darin liegt das Potenzial: Formate und Kanäle zu finden, die auch Menschen ausserhalb dieser Bubble erreichen.

Welche Rolle spielt für dich gutes Storytelling bei Webseiten für Food-Marken?

Storytelling ist das Herzstück jeder erfolgreichen Food-Website. Es geht nicht nur um Produkte – es geht um Emotionen, Werte und Vertrauen.

Eine gute Story macht die Herkunft von Zutaten greifbar, die Leidenschaft hinter der Marke spürbar und lädt die Besuchenden auf eine kulinarische Reise ein. Hochwertige Bilder, starke Texte, Videos oder interaktive Elemente schaffen ein Erlebnis, das im Gedächtnis bleibt – und Lust auf mehr macht. 

Was sind die typischen Herausforderungen bei digitalen Food-Projekten – und wie gehst du damit um?

Eine der grössten Herausforderungen ist, Genuss digital erlebbar zu machen. Wie weckt man Appetit über den Bildschirm? Meine Antwort: mit starken Bildern und Videos, die Emotionen transportieren.

Gleichzeitig gilt es, Tradition und Innovation in Balance zu bringen. Viele Marken haben eine lange Geschichte – und wollen trotzdem modern auftreten. Ich achte darauf, dass die Marke sich treu bleibt, aber digital neue Zielgruppen erreicht.

Auch rechtliche Themen wie Kennzeichnungspflichten oder Health Claims spielen eine grosse Rolle. Hier arbeite ich eng mit den Kund:innen zusammen, um alle Inhalte korrekt und transparent abzubilden. Denn nur so entsteht Vertrauen.

Welche Trends im Bereich Ernährung und Food-Tech verfolgst du aktuell besonders?

Als Veganerin interessiert mich besonders, was im Bereich pflanzlicher Alternativen passiert – und da tut sich gerade enorm viel. Geschmack, Textur, Qualität: Pflanzliche Produkte stehen tierischen kaum noch nach.

Spannend finde ich auch Präzisionsfermentation – eine Technologie, mit der z. B. tierische Proteine wie Molke oder Kasein ohne Tiere produziert werden können. Das schafft ganz neue Möglichkeiten für nachhaltige Innovationen.

Ein weiterer Trend: Smart Kitchen & IoT. Intelligente Geräte, die beim Kochen unterstützen, Rezepte vorschlagen oder den Einkauf planen, verändern unseren Alltag – und helfen dabei, bewusster und nachhaltiger mit Lebensmitteln umzugehen.

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